Dinkel

Dinkel ist im späten Steinzeitalter entstanden aus einer Kreuzung von Emmer (Urweizen) und Zwergweizen.

Noch vor 100 Jahren war Dinkel in Deutschland das Getreide Nr. 1. Nach und nach wurde es dann durch den ertragreicheren und leichter zu bearbeitenden Weizen verdrängt. Die anspruchslose und winterharte Weizenart Dinkel wächst überwiegend in Süddeutschland und benötigt - verglichen mit anderen Getreiden - wenig Dünger. Die Pflanzen wrden ca. 1,50 m hoch, wodurch er sehr wetteranfällig wird.

Der Ertrag ist viel niedriger als beim Weizen und deshalb auch ungefähr doppelt so teuer. Die Frucht wird von Spelzen so fest umschlossen, daß sie sich auch beim Dreschen nicht lösen. Dinkel hat unter den Getreiden den höchsten Gehalt an Klebeeiweiß, also sehr gute Backeigenschaften. Dinkel hat ein feines typisch herzhaftes Aroma.

Im Mittelalter hat die heilige Hildegard von Bingen Dinkel als diätetisches Heilmittel in einer Klinik bei der Behandlung chronischer Erkrankungen eingesetzt. Bei 90% der Fälle wurden Verbesserungen der Erkrankungen bekannt. Die positive Wirkung von Dinkel ist vor allem bei Neurodermitis bekannt.

Dinkel wird als Schrot, Flocken, Mehl, ganze Körner und als Kaffee angeboten. Zwei Drittel des Dinkels werden zu Brot und Backwaren verarbeitet, das restliche Drittel verteilt sich auf Teigwaren, Bier und Grünkern, der halbreif geernteten, gedarrten Form des Dinkels. Diese Getreideart enhält die Mineralstoffe: Natrium, Kalium, Magnesium, Calcium, Eisen, Kupfer und Phosphor.

Besonders bei VollwertlerInnen ist Dinkel u.a. wegen des typischen Aromas beliebt.