Herrmann
Hermann scheint ein uraltes Familienstück mit Tradition zu sein. Der Teig wird gepflegt und immer wieder verlängert. Nach einer gewissen Zeit wird er geteilt, verarbeitet und weitergepflegt. Oft ist er ein weiteres Familienmitglied. :-)
Den Teig zu einem Herrmann kann man offenbar nicht selbst herstellen, sondern er wird vererbt und lebt oder stirbt.
Pflege eines Hermanns
Der Herrmann ist ein sensibles Kerlchen, er verträgt kein Metall, es dürfen nur hölzerne Löffel benutzt werden. Da die wenigsten Leute im Kühlschrank wohnen , sollte dem Herrmann dieses auch nicht zugemutet werden. Er fühlt sich bei normaler Zimmertemperatur am wohlsten und äußert dieses, indem er mehr oder wengiger vor sich hinblubbert.
- 1. bis 3. Tag
- einmal umrühren und zugedeckt stehen lassen
- 4. Tag: Fütterung
- 1 Tasse Milch, 1 Tasse Zucker und 1 Tasse Mehl hinzugeben, umrühren und zugedeckt stehen lassen
- 5. bis 8. Tag
- einmal umrühren und zugedeckt stehen lassen
- 9. Tag: Fütterung
- 1 Tasse Milch, 1 Tasse Zucker und 1 Tasse Mehl hinzugeben,
umrühren
Jetzt wird der Teig geviertelt und an gute Freunde verschenkt oder er wird gebacken, Rezept s.u. Die Freunde beginnen am naechsten Tag mit dem 1. Tag.
Unabhägig davon, wieviel Teile verschenkt oder gebacken werden, muß ein Teil natürlich weiterleben.
Backen eines Hermanns
Die Teigmasse wird als Grundlage genommen. Es müssen noch min. 3 Eier, 1-2 Eßlöffel Öl, 3 Tassen Mehl, 2 Teelöffel Backpulver und eine Tasse Zucker dazu gerührt werden.
Um dem Hermann eine ganz spezielle Note zu geben, können noch diverse besondere Zutaten verwendet werden. Ich will hier nur einmal einen kleinen Auszug geben. Grundsätzlich gilt hier aber, daß der Phantasie keine Grenzen gesetzt sind.
- Krokant
- Zimt
- Obst
- Trockenobst (Rosinen, Datteln
- gemahlene Nüsse
- Schokoraspel
- Sauerkirschen
Der Teig, der nicht zu fest sein sollte, wird bei 180° 50-60 Minuten gebacken.