Sättigende Kohlenhydrate

Kartoffeln, Erbsen, Brot, Fisch, Nüsse, Joghurt - auf den ersten Blick lediglich eine bunte Palette von Lebensmitteln. Sie haben jedoch alles etwas gemeinsam. Sie bestehen im wesentlichen aus Eiweiß, Kohlenhydraten und Fetten. Allerdings ist der Anteil der einzelnen Hauptnährstoffe in unseren Lebensmitteln sehr unterschiedlich. Kartoffeln enthalten z.B. überwiegend Kohlenhydrate, Nüsse hingegen vor allem Fette.

Bei Diskussionen über das Übergewicht gibt es immer wieder kontroverse Äußerungen darüber, ob nun die Kohlenhydrate oder die Fette die Hauptschuldigen für das Gewichtsproblem sind. Zu Übergewicht kommt es immer dann, wenn mehr Kalorien aufgenommen werden als der Körper benötigt und verarbeitet.

Warum die Diskussion um Kohlenhydrate und Fette? Der Körper verbrennt nach dem Essen bevorzugt Kohlenhydrate. Enthält die Kost mehr Fett als benötigt wird, bleibt eine gewisse Fettmenge übrig. Diese überschüßigen Fette werden direkt in die Fettpölsterchen transportiert und dort gespeichert. Das hat die Natur so eingerichtet, damit für Notzeiten genügend Energiereserven da sind.

Werden zuviele Kohlenhydrate mit dem Essen aufgenommen, so können Kohlenhydrate in Fette umgewandelt werden. Die Überführung passiert allerdings erst dann, wenn mehr als 500g Kohlenhydrate pro Tag aufgenommen werden. Das sind sehr große Mengen. Hinzu kommt, daß die Umwandlung für den Körper sehr aufwendig ist. Ein weiteres Plus der Kohlenhydrate ist, daß sie in Form von ballaststoff- und stärkereichen Lebensmitteln sehr gut sättigen.

Fettreiche Lebensmittel hingegen regen leicht den Appetit an. Denn Fett ist der Träger von vielen Aromastoffen und macht so das Essen schmnackhafter. Mit einer kohlehydratreichen - stärke- und ballaststoffreichen - und fettarmen Kost kann man dem Übergewicht am besten begegnen. Dies hat jedoch nur dann Erfolg, wenn die gesamte Kalorienzufuhr dem Bedarf angepaßt ist. Für die Lebensmittelwahl heist das: mehr Gemüse, Kartoffeln, Vollkornbrot, Nudeln, Reis und Obst.