Zu Tisch bitte!
Gtk Buffet
Das Buffet ist eröffnet. Neue Applikationen, die das GIMP Toolkit als Grafikbibliothek benutzen, kommen fast wöchentlich heraus. Wer behält da noch den Überblick? Wie kann man als Anwender ein Programm für das gewünschte Problem finden? Oder viel besser WO kann man es finden?
![[GIMP Toolkit]](gimp-toolkit.gif)
GIMP und Gtk sind unzertrennlich
Gtk (http://www.gtk.org/) steht für GIMP Toolkit. Dabei handelt es sich um eine Bibliothek, die verwendet wird, um grafisch orientierte Programme zu entwickeln. Das "Look & Feel" ist an Motif angelehnt. Gtk wurde entwickelt, damit das Grafikprogramm GIMP (http://www.gimp.org/) geschrieben werden konnte. Den Autoren sagten bisherige Toolkits nicht zu und so haben sie kurzerhand ein eigenes entwickelt.
Durch GIMP ist Gtk so bekannt geworden, daß viele Leute darauf aufmerksam geworden sind. Als Resultat davon baut Gnome (http://www.gnome.org/) auf der gleichen Bibliothek auf. Damit gibt es zwei erfolgreiche Projekte, die mit Gtk arbeiten. Grund genug, die Bibliothek genauer zu betrachten.
Gtk ist eine C-Bibliothek, die in Zusammenhang mit zwei darunterliegenden Bibliotheken, Gdk und der Glib, eine Reihe von vordefinierten grafischen Elementen zur Verfügung stellt. Dem Programmierer wird dennoch viel Freiheit gelassen, die Elemente zu kombinieren und sein Programm zu kontrollieren.
Als Bonus existieren Bindungen zu verschiedenen Hochsprachen. Der Software-Entwickler ist daher nicht auf C festgelegt, sondern behält die Freiheit, die zu verwendende Sprache selbst auszuwählen. Zu den unterstützten Sprachen zählen C++, Perl, Python, Scheme, Pike, Eiffel, Ada und Haskell.
Unüberschaubare Fülle an Programmen
Nicht nur ein Anwender verliert bei der Fülle an Programmen und Addons zu Gtk schnell den Überblick oder weiß vielmehr garnicht wo und wie er anfangen soll. Auch als Entwickler von Software steht man vor einem Problem: Die Chance, ein Programm zu entwickeln, das bereits jemand zuvor geschrieben hat, ist recht hoch. Wer keine Gnome- und Gtk-Mailinglisten liest, bekommt Neuerscheinungen zudem oft nicht mit.
Allgemeine Software für Linux wird auf Metalab (früher SunSITE) gelagert. Gtk ist jedoch nicht nur für Linux verfügbar, sondern auch für andere Unix-System und sogar Windows. Das ist wohl mit ein Grund dafür, daß viele Autoren ihre Software nicht ins Incoming-Verzeichnis auf Metalab legen. Ein weiterer Grund liegt wahrscheinlich darin, daß es sich bei vielen Autoren um "neue" Leute handelt und daher die Bedeutung von Metalab eventuell nicht kennen.
Um diesem Abhilfe zu schaffen, habe ich mich entschieden, das Gtk Buffet aufzubauen. Ich habe mir das Ziel gesetzt, ein allgemeines Archiv aufzuziehen und zu pflegen, in dem aktuelle Versionen von Gtk-basierten Programmen und Bibliotheken zu finden sind. Dieser Bereich sollte anschließend auf größeren und besser angebundenen Servern gespiegelt werden, damit schneller darauf zugegriffen werden kann.
Sofern es möglich ist, werden die im Gtk Buffet enthaltenen Programmpakete via FTP vom Server des Autors gespiegelt. Viele Pakete sind jedoch nur im Web verfügbar. Daher werden die relevanten Webseiten mit Hilfe eines Wächter-Programms beobachtet. Neue Versionen werden direkt nach Erscheinen ins Archiv kopiert.
Da auch ich nur 2 Augen habe und der Tag in der Regel nur 24 Stunden lang ist, kommt es vor, daß ich Ankündigungen übersehe. Wenn ein Paket im Buffet vermißt wird, dann würde ich mich über eine Mail mit Hinweis darauf freuen.
Zugriff
Neben den Anwendungsprogrammen (Verzeichnis apps), den Bindungen an weitere Hochsprachen (Verzeichnis lang) und zusätzlichen Bibliotheken und Widget Sets (Verzeichnis libs), enthält das Gtk Buffet einen aktuellen Serverabzug von GTK, GIMP und GNOME.
Wie bereits erwähnt, war geplant, das Buffet auf gut angebundenen Servern zu spiegeln, um allgemein schneller darauf zugreifen zu können. Aus diesem Grund befindet es sich auf Metalab (metalab.unc.edu) im Verzeichnis /pub/Linux/X11/gtkbuffet und damit auf Hunderten von Servern, die selbst das Metalab-Archiv spiegeln. Ferner befindet sich eine Spiegelung an der Universität Erlangen. Zusammengestellt wird das Buffet auf Rechnern von Infodrom Oldenburg.