Klimaveränderung
Der UNO-Bericht für die Berliner Gespräche über eine Verschärfung der Klimakonvention im Frühjahr 1995 liegt vor. Der Internationale Klima-Beirat der UNO warnt dort vor den katastrophalen Folgen, falls die Emission schädlicher Treibhausgase nicht deutlich vermindert wird. Die Forscher betonen, daß allein der Mensch für die Erwärmung verantwortlich sei und nicht Vulkane oder Veränderungen der Sonnenenergie. Falls vor allem CO2-Emissionen nicht drastisch gesenkt werden würden, würden die durchschnittlichen Temperaturen bis zum Ende des nächsten Jahrhunderts voraussichtlich um zwei bis vier Grad steigen.
Was das bedeutet, ist lange bekannt: eine katastrophale und völlige Veränderung der Ökologie der Erde, eine Erhöhung des Meeresspiegels und ein Absaufen von Bangla-Desh, eine Nordseeküste unter'm Riesendeich, Wetterveränderungen mit Häufungen von Stürmen, ein Austrocknen der Böden usw. Die Szenarien in dem UNO-Bericht beruhen auf jüngsten Ergebnissen weltweiter Klimaforschung. Danach ist auch das Methangas, das vom Vieh ausgeschieden wird und bei Müllverbrennung entsteht, weitaus schädlicher als bisher angenommen. Festgestellt wurde auch, daß der weltweite Ausstoß von Kohlendioxid seit Ende 1993 wieder zugenommen hat.
Wie die Lemminge streben die Menschen bisher der Vernichtung der für sie lebensnotwendigen Umwelt entgegen, und die RegierungspolitikerInnen führen sie dabei an. Die Bonner Koalition betreibt ungehemmte Wachstumspolitik im Standort Deutschland, doch auch der SPD scheint der Standort Erde ziemlich egal zu sein. Wahlen ändern daran wohl kaum etwas, allein eine breite Bewußtseinveränderung und wirksame Aktionen werden die rasende Fahrt verlangsamen und stoppen können.