freeX: Tips & Tricks

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Farbige Verzeichnisse

Wer kennt sie nicht, die farbigen Verzeichnis-Darstellungen. Bei einigen Distributionen sind sie sogar voreingestellt und man muß sich nicht selbst darum kümmern. Bei Debian ist das nicht der Fall, um Problemen mit schwarz-weiß-Bildschirmen und non-Linux-Systemen aus dem Weg zu gehen. Debian GNU/Linux wird oft als Server eingesetzt, da werden keine Farbbildschirme benötigt.

Das System ist jedoch auf farbige Darstellungen vorbereitet. Beschrieben ist dessen Aktivierung in »/usr/doc/fileutils/color-ls«, denn das Programm »ls« stammt aus dem Paket »fileutils« (nachzuprüfen mit »dpkg -S /bin/ls«.

Möchte man die Voreinstellung benutzen, so müssen lediglich folgende Befehle ausgeführt werden:

   eval `dircolors`
   alias ls='ls --color=auto '

Der erste Befehl setzt die Umgebungsvariable »LS_COLORS«, die Farbdefinitionen enthält. Mit dem zweiten werden diese auch aktiviert. Anschließend erzeugt »ls« farbige Ausgabe.

Wem die Farben nicht zusagen, der definiert sich einfach seine eigenen. Dazu wird die voreingestellte Konfiguration als Basis genommen und in eine Datei geschrieben:

   dircolors -p> ~/.dircolors

Die Datei »~/.dircolors« wird nun mit einem beliebigen Editor bearbeitet und fortan mit folgendem Befehl anstelle des obigen eingelesen:

   eval `dircolors ~/.dircolors`

Um diese Einstellungen dauerhaft zu machen, werden sie in die Datei ».bashrc« geschrieben.

Martin Schulze