freeX: Tips & Tricks

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Debian-System reparieren

Sollte das System einmal dermaßen in Mitleidenschaft gezogen worden sein, daß »dpkg« Pakete weder installieren noch deinstallieren kann, hilft nur noch die harte Methode. Hier ist jedoch besondere Vorsicht geboten, denn es werden alle (wirklich alle!) Schutzmaßnahmen der Paketverwaltung umgangen. Diese Methode sollte nur im absoluten Notfall (»dpkg« kaputt, Bash nicht mehr zu retten, Perl nicht mehr zu retten o.ä.) angewendet werden.

Hierbei werden die in einem Debian-Paket enthaltenen Daten ohne jegliche Kontrolle ins System eingespielt. Dabei werden Konfigurationsdateien überschrieben und Alternativen (s.o.) werden nicht beachtet.

Wenn »dpkg« selbst noch funktioniert, spielt man das Paket mit folgendem Befehl manuell wieder ein:

   dpkg -x foo_1.0-1.deb /

Möchte man nur in das Paket hineinsehen und es nicht installieren, dann wird anstelle von »/« ein anderer Pfad angegeben.

Sollte selbst »dpkg« nicht mehr funktionieren, dann muß man noch eine Stufe weiter heruntergehen. Dazu wird eine ».deb«-Datei in ihre Einzelteile zerlegt. Diese werden anschließend installiert. Ein Debian-Paket ist nichts weiter als ein mit »ar« zusammengepacktes Paket aus zwei gepackten ».tar«-Dateien und zwei zusätzlichen Dateien.

Daher wird es einfach mit »ar -x« in diese Bestandteile zerlegt. Die so erhaltene Datei »data.tar.gz« wird anschließend mit »tar« ausgepackt:

   tar -x -C / -zf data.tar.gz
Martin Schulze