freeX: Tips & Tricks

Die ausschließlichen Vertriebsrechte an diesem Artikel liegen beim Computer- & Literaturverlag (C&L). Der Artikel darf nicht kopiert oder gar erneut in einer Zeitschrift oder einem Buch veröffentlicht werden ohne vorherige Erlaubnis von C&L. Der Verlag gestattet freundlicherweise die Veröffentlichung auf diesen Seiten. Wer öfter auf diesen Hinweis trifft, sollte sich überlegen, die Zeitschrift freeX zu abonnieren.

Mails abholen

Wer seine Mail beim Provider per POP3 abholt, hat normalerweise nicht die Möglichkeit, sie anschließend zu filtern, z.B. mit »procmail«. Normalerweise greift das Mailprogramm direkt auf den POP3-Server des Providers zu und nicht auf lokale Dateien. Das muß jedoch nicht sein.

Mit dem Programm »fetchmail« aus dem gleichnamigen Paket holt man Mails via POP3 vom Server ab und verarbeitet sie lokal. Dabei besteht die Möglichkeit, sie mit »procmail« zu filtern, in verschiedene Mailboxen aufzuteilen, durch weitere Programme zu schicken, Programme zu starten u.s.w.

Um es zu vereinfachen, wird eine Datei ».fetchmailrc« angelegt. Sie darf nur vom Benutzer selbst gelesen werden, da sie ein Paßwort enthält. Bevor sie editiert wird, müssen die Berechtigungen daher entsprechend gesetzt werden:

   touch .fetchmailrc; chmod 0600 .fetchmailrc

Anschließend wird folgendes hineingeschrieben:

   poll server.provider.de proto pop3:
     user benutzer
     pass GEHEIM
     mda "/usr/bin/procmail -d $USER";

Rufen Sie nun »fetchmail« auf, dann werden die Mails vom Server geholt und durch »procmail« weiterverarbeitet. Das Paket »procmail« muß natürlich installiert sein.

Martin Schulze