freeX: Tips & Tricks

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Verzeichnisse sortiert anzeigen

Wer sich ein Verzeichnis mit »ls -l« ansieht, wird sich auf Unix-kompatiblen Systemen freuen, daß die Ausgabe immer alphabetisch sortiert ist und die Dateien so schnell gefunden werden. Auf der Festplatte werden sie jedoch in einer beliebigen Reihenfolge gespeichert, und in einer ebenfalls beliebigen Reihenfolge im Verzeichnis eingetragen. Nur selten liegen dort auch tatsächlich sortiert vor.

Um sich anzeigen zu lassen, wie die Dateien im Verzeichnis tatsächlich angeordnet sind, muß die nachträgliche Sortierung ausgeschaltet werden. Dazu sind bei einem GNU ls die Parameter »-f« und »-U« vorgesehen. Um sich das Verzeichnis unsortiert, jedoch in der ausführlichen Version anzeigen zu lassen, wird daher »ls -lU« verwendet. Wer zusätzlich noch "versteckte" Dateien, die mit einem Punkt beginnen, anzeigen möchte, verwendet »ls -lUa«.

Viel interessanter kann es es jedoch werden, wenn die Sortierung geändert. Wer feststellt, daß ein Verzeichnis mit vielen Dateien viel zu viel Platz einnimmt, ist gut beraten, die größten Dateien herauszufinden und auszulagern. Die GNU-Variante des Befehls »ls« hilft dabei. Mit dem langen Parameter »--sort« wird die Sortierung geändert. Der oben erwähnte Parameter »-U« ist dabei eine Abkürzung für »--sort=none«. Um die Ausgabe nach der Dateigröße zu sortieren, die größte Datei wird dabei nach oben gestellt, wird als zusätzliches Argument »--sort=size« verwendet. Wem das zu lang ist, der verwendet die verkürzte Schreibweise »-S«. So sind die größten Dateien schnell gefunden.

Martin Schulze
Quelle: freeX 5/02