The Debian Project

Debian @ LinuxTag 2001

– July 5th - 8th, 2001 –
– Stuttgart, Germany –

Referent: Martin Schulze <joey@debian.org>

Debian - Das Projekt, die Distribution, ...

Ich werde einen Überblick über das Debian-Projekt, seine Struktur sowie ihr Produkt und Einblick in die verwendete Technik geben.

Nach einer Einfühgung, wieso es überhaupt Linux-(oder auch BSD)-Distributionen gibt, was Paketverwaltung bedeutet und was Abhängigkeiten sind, betrachte ich die Freiheit / Unfreiheit und welche Folgen sich daraus für den Anwender und Entwickler ergeben.

Der nächste Teil soll dem Auditorium einen Überblick über das Debian-Projekt geben. Die Entstehung wird beleuchtet, die ersten Tage von Debian, die Ideen und Philosophie, die hinter dem Projekt steht. Das sind letztendlich die Gründe für viele Personen, überhaupt aktiv im Projekt mitzuarbeiten. Es wird dabei eine kleine Chronik über das Projekt und die Distribution gegeben bis zum heutigen Stand.

Die Zuhörer erhalten ebenfalls einen Einblick in das Projekt selbst, wie es organisiert ist und wie es arbeitet. Trotz extrem flacher Struktur ohne Hierarchien (1 Leiter, >500 Entwickler) funktioniert es. Nur wenige Entwickler nehmen übergreifende Aufgaben teil, durch die das Projekt überhaupt dauerhaft lebensfähig ist.

Im letzten Teil werde ich ein wenig auf die Technik eingehen und ein paar Highlights von Debian ansprechen. Für Entwickler eignet sich die Distri sehr gut aufgrund der vielen enthaltenen Bibliotheken, sauberen Abhängigkeiten und vor allem der leichten Möglichkeit den aktuellen Quellcode zu erhalten und eigene Änderungen aufzunehmen.

Für Systemverwalter wichtig ist z.B. die Möglichkeit, im laufenden Betrieb Updates aus dem Netz einzuspielen oder auf die nächste stabile/unstabile Distribution ohne Reboot und im laufenden Betrieb zu aktualisieren. Werkzeuge wie Apt-get z.B. sind so gut, daß es sogar von rpm-basierenden Distributionen (Connectiva) eingesetzt wird.