Infodrom Oldenburg

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Historie

Aufgebaut wurde Infodrom Oldenburg ungefähr 1993, nachdem sich Martin Schulze nach und nach mit Linux angefreundet und die Vorzüge kennengelernt hat. Von einem Freund fast dazu gezwungen, sich Linux anzusehen, damals in der Uni mit extrem langsamer Anbindung 30 Disketten des Softlanding Linux System (SLS) heruntergeladen, und nach der Installation auf finlandia festgestellt, daß es das gleiche System ist, was auch im Fachbereich verwendet wird. Der Rechner finlandia hat seit dem diverse Upgrades erhalten.

Nach vielen durchgemachten Nächten und verzweifelten Versuchen, Mail-, News-, UUCP- und DNS-Systeme zu verstehen, hat es irgendwann geklappt und per Diskette wurden News und Mail nach Hause übermittelt. Irgendwann in '93 kam der zweite Rechner hinzu, dann der dritte und es wurde Netzwerk "gespielt". Im gleichen Jahr wurde dann mit der Administration von "north.de" gesprochen, die verhindert hat, daß es finlandia.north.de geben wird, so daß ein neuer Name gesucht werden mußte.

Die Wahl fiel auf infodrom - ein Informationssystem, das noch ausgebaut werden mußte. Da der Server im North-Net damals unter SCO lief und nicht mit 8 Zeichen langen Logins klarkam, mußte das Login auch noch angepaßt werden, so daß der UUCP-Name indrom entstand. Nach kurzer Zeit wurde aus dem Rechner infodrom.north.de die gleichnamige Domain mit den Rechnern finlandia, tuonela und tapiola.

Wohnheim Artillerieweg - Artis

Zu dem Zeitpunkt standen die Rechner bereits im Wohnheim Artillerieweg. Es wurde bald ein Netzwerkkabel zur der Nachbar-WG gelegt, in der ebenfalls Linux eingesetzt wird. Das war der Grundstein für das Netzwerk im Wohnheim, daß in den folgenden Jahren aufgebaut werden sollte. Zu dem Zeitpunkt waren fünf Rechner angeschlossen. Die Anbindung wurde auf zwei voneinander unabhängige Systeme (Infodrom im North-Net, Escher im Maus-Net) realisiert, wobei der zweite Anschluß später aufgegeben wurde.

Aufgrund einer Sonderregelung und der maßgeblichen Beteiligung von Infodrom Oldenburg am Aufbau des Wohnheimnetzes Artis, durfte das Informationssytem über die Universität versorgt werden und trotz generellem Verbot seine Dienste weitergeben. Unabhängig davon hat Infodrom Oldenburg bis zum Schluß alle Server-Dienste im Wohnheim kostenlos den Bewohnern zur Verfügung gestellt.

Ausbau der Dienstleistungen

Während der Zeit im Wohnheim stand erstmals eine direkte IP-Verbindung zur Verfügung. Es wurden verschiedene IP-basierte Dienste aufgebaut, die der Allgemeinheit kostenlos zur Verfügung gestellt wurden. Dazu gehört der Aufbau eines gut gepflegten FTP-Servers, der viele kleine Pakete gespiegelt und gesammelt zur Verfügung gestellt hat, der Aufbau des Webservers www.infodrom, der zum größten Teil aus eigenen Informationen bestand, jedoch auch andere Server gespiegelt hat und sich somit großer Beliebtheit erfreute.

Nach Auszug aus dem Wohnheim wurde zuerste eine private Standleitung zum North-Net geordert, über die das System angebunden werden sollte. Die analoge Standleitung verfügte leider nicht über die Kapazität wie die Wohnheimsleitung, so daß es nicht mehr möglich war, den FTP-Server (der noch mehrere Monate im Wohnheim stand) weiterhin zu betreiben. Der Betrieb mußte daher leider eingestellt werden.

Seit Mai 2000 besteht parallel dazu eine Anbindung über den ffis e.V., für den ebenfalls Serverdienste zur Verfügung gestellt werden. Gedacht war, daß der ffis e.V. ein Informationsnetz aufbaut und selbst News-, Web- und FTP-Server betreibt. Leider scheint sich das Vorhaben aufgrund von personellen Engpässen bei fast allen Gründungsmitgliedern selbst zu erledigen.

Seit Oktober 2001 wird die Anbindung vom ffis e.V. nicht mehr betrieben und Infodrom Oldenburg ist auf einen gemieteten einen Server in Hamburg bei der NMMN GmbH ausgewichen. Es fallen zwar erneut Kosten an, doch ist das System jetzt unabhängig von dritten, was Kontinuität und Stabilität erheblich steigert.