ed ist aufallen Unix-Systemen. Er ist winzig. Ruft man ed mit einer Datei auf, dann zeigt Ed zuerst eine Zahl an, damit wird gezeigt, wieviel Buchstaben die Datei hat. Merkt man sich diese Zahl, dann kann man beim Schreiben der Datei schnell sehen, ob sich die Datei veraendert hat. Hier ein paar Tricks, um im ed nicht die Uebersicht zu verlieren: ed -p "^[[44m:^[[0m" gibt einem einen farbigen Prompt im Kommando-Modus. Wenn man nun einen Satz schreibt, dann verschwindet der Prompt. So weiss man immer, in welchem Modus man sich befindet. Ausserdem erinnert einen das : an den vertrauten Ex-Modus unter vi. Man kann aber auch ed allein aufrufen und dann P druecken. Jetzt erscheint ein * und man weiss, jetzt ist man im Kommando-Modus: Zusaetzliche Fehlermeldung erhaelt man mit H. Ed kann immer nur ganze Zeilen editieren und nur eine Datei zur Zeit. Nett ist aber z.B die Moeglichkeit, sich immer die genaue Zeilennummer anzeigen zu lassen. (12n gibt zum Beispiel die zwoelfte Zeile mit Nummer davor aus) An den ed kann man auch pipen, dabei muss aber die Ausgabe der Pipe Kommandos fuer den ed enthalten: echo "1,4p" | ed datei gibt z.B die ersten 4 Zeilen aus. Mehrere Kommandos gibt man z.B so ein: echo "1,4n \n 2,3w datei-mit-zeile2bis3" | ed datei. Hier schreibt ed Zeile 1 bis 4 aus datei in eine neue Datei datei-mit-zeile2bis3 mit Nummerierung der Zeilen. Man beachte das \n ! Ed als grep fuer eine Datei: echo "/$1/n" | ed -s - $2 in eine Datei schreiben und dann ausfuehren. echo "v/$1/n" | ed -s - $2 wirkt aehnlich grep -nv $1 $2. Sehr haeufig wird Ed in Verbindung mit einem Script angewendet: Das hier gezeigte Here-Script sagt der Shell, wo das Editieren des Ed endet: immer dann, wenn `ende' allein auf einer Zeile beginnt und sonst kein Wort enthalten ist. --------------Anfang-der-Batch-Datei--------- #!/bin/sh cp $1 $1.bak ed $1 <