Dass der Emacs der Editor mit den meisten Moeglichkeiten ueberhaupt ist, das haben schon viele bemerkt. Es gibt einen weit verbreiteten Spruch, der lautet: "Nur Kaffee kochen kann er nicht" Und wem Emacs zu gross ist, der benutzt einfach Jed oder Jove oder Uemacs oder andere kleine Emacs- Clones, von denen es genug gibt. Aber es gibt ja auch noch den vi. Groesster Vorteil: Unix ohne vi gibt es nicht. So ist vi immer vorhanden aber nicht der emacs. Also haben ihn viele gelernt und moegen teilweise die Moeglichkeit, alles in Reichweite der 10-Finger- Stellung zu haben. So geht das wenigstens mir. Der Emacs hat jedoch so viele Features, die sinnvoll sein koennen, dass es fuer einen Vi-Nutzer schade ist, wenn er diese Kommandos gar nicht nutzen kann oder aber alle Emacs-Kommandos erneut lernen muss. So sind ein paar Helden auf die Idee gekommen, dass der Emacs auch ein Vi werden kann und haben Lisp-Funktionen geschrieben, die das bewerkstelligen. Diese Funktionen kann man aktivieren, wenn man Emacs mit ESC-x viper-mode aufruft. Hiermit wird der Emacs quasi zu einem gigantischen Vi. Wenn man den Emacs immer wie einen Vi nutzen will, dann schreibt man in die .emacs-Datei einfach: (require `viper) [viele Gruesse an Martin, der immer noch nicht weiss, wie man im Emacs editiert und das deshalb machen sollte :)] Jetzt wird immer beim Aufruf von Emacs der viper-mode installiert. In Klammern erscheint jetzt immer , wenn man im visual-mode sein will und , wenn man einen Text eingeben will. Manchmal erscheint auch , dann ist man im Emacs-mode gelandet, man kann aber jederzeit mit control-z wieder in den viper-mode gelangen. Daneben koennen aber auch die Emacs-Kommandos benutzt werden. Da sehr viele Programme mit Emacs-Tastenbelegungen arbeiten, ist es clever, die wesentlichen Standardbelegungen zu kennen. (Im Gegensatz zum vi ist der Emacs frei belegbar. Alle Tastenkuerzel sind nur voreingestellt und verweisen auf Funktionen, die die Aktionen ausfuehren. So fuehrt control-k nur die Funktion kill-line aus. Das hat den erheblichen Vorteil, dass man sich eigentlich nur die Funktion merken muss, wobei auch noch mit TAB immer alle Fuktionen aufgefuehrt werden, die existieren und mit TAB alle Funktionen, die mit einem Buchstaben beginnen. Ein weiterer Vorteil ist die Kenntnis von Emacs-Funktionen, da der set -o emacs -modus weit mehr Moeglichkeiten bietet als set -o vi. Zum Beispiel koennen mit 'control-x (' Makros definiert werden, die dann mit 'control-x )' abgeschlossen und mit 'control -x e' aufgerufen werden koennen. ) Hat man den viper-mode eingstellt, dann kann man auch andere Modes zusetzlich setzen z.B. sh-mode. (dieser Modus ist sehr gut zum Schreiben von shell-scripts geeignet, da mit ihm Rahmengerueste sehr schnell erstellt werden koennen. So zum Beispiel case-anweisungen) perl-mode usw. Um emacs gleich in einem bestimmten modus wie shell-mode aufzurufen gibt man einfach ein: emacs -f sh-mode